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12. Juli 2005
19:30 Uhr Halle/S Universität Melanchthonianum, Uniplatz Hörsaal B Uniplatz
Vortrag und Diskussion mit Thomas Becker
Eine Veranstaltung der "Antifaschistischen Hochschultage 2005" in Zusammenarbeit der
AG Antifa im Studierendenrat der MLU Halle, der
AG "No tears for Krauts" Halle
und dem AfA Halle
Der Vortrag wurde ohne Manuskript gehalten, es stehen nur Notizen zur Verfügung, die den Wortlaut nciht wiedergeben:
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Der Iran und die Bombe Europas Appeasement gegenüber der Bedrohung, die die Vernichtung Israels heraufbeschwört Veranstaltungsankündigung Seit drei Jahren versuchen Europa und die Vereinten Nationen vergebens, den Iran mit diplomatischen Mitteln davon abzubringen, sich mit Atomraketen zu bewaffnen. Doch die religiösen Führer und sich revolutionär dünkenden Sittenwächter, die den Iran seit drei Jahrzehnten mit den Regeln der Sharia beherrschen und entschlossen sind, die Bombe zu bauen, haben die durch Verhandlungen verschwendete Zeit für sich zu nutzen gewußt: Die Arbeiten an den Anlagen zur Anreicherung von Uran und Separation von Plutonium sowie die Produktion von Raketen, mit denen die nuklearen Sprengsätze verschossen werden sollen, sind inzwischen so weit fortgeschritten, daß den Iran jetzt nicht mehr Jahre, sondern nur noch Monate vom Status einer Atommacht trennen - sofern ihn niemand an der Verwirklichung seiner Pläne hindert. Bei den alljährlichen Militärparaden zur Feier der "islamischen Revolution" pflegt der Iran seine Shahab-3 Raketen, die zur Bestückung mit Atomsprengköpfen vorgesehen sind, mit Aufschriften wie "Wir werden Amerika unter unseren Füßen zertreten" und "Wir werden Israel von der Landkarte wischen" der Öffentlichkeit zu präsentieren. Über die Absichten des Regimes der Mullahs und Ayatollahs bestehen keine Zweifel. Während es der europäischen Diplomatie somit gelungen ist, den Iran vor einer Anklage vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu schützen, sehen sich Amerika und Israel einer nur noch schwer zu kalkulierenden Bedrohung ausgesetzt: Für Amerika bedeutete eine Atommacht Iran einen kaum zu korrigierenden Rückschlag im Krieg gegen den Terror, für Israel die unmittelbare Gefahr seiner Vernichtung. Es sind ausgerechnet die Deutschen, welche die Politik des Appeasement gegenüber dem Iran anführen. Deshalb: Nicht an der Zahl von Denkmälern und selbstgerechter Lippenbekenntnisse, sondern daran, wie sie 60 Jahre nach Auschwitz mit der sich anbahnenden Möglichkeit eines "atomaren Holocaust" praktisch umgehen, möge man den Erfolg von Umerziehung und Vergangenheitsbewältigung der Deutschen messen. |