Wer verhindert die iranische Bombe?

Zur Kritik des 'Kulturellen Dialoges'

Veranstaltungsankündigung

Seit zwei Jahren ist der IAEA das bis dahin erfolgreich geheimgehaltene Atomwaffenprogramm des Iran bekannt. Die Berichte ihrer Inspektoren, die seit dem Frühjahr 2003 im Iran Ortsbesichtigungen durchführen, dokumentieren jedes technische Detail und die Funktion jeder einzelnen Anlage des Atomwaffenprogramms und liefern ein lückenloses Beweismaterial: Die Arbeiten an den Anlagen zur Anreicherung von Uran und Plutonium sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass der Iran in zwei oder drei Jahren über die ersten Atomwaffen verfügen wird, sofern ihn niemand daran hindert. Während Israel und auch die USA bereits mehrfach klarstellten, dass sie nicht gewillt seien, den Aufstieg Irans zur Atommacht einfach so hinzunehmen, insbesondere in Hinblick auf die dadurch akuter werdende Bedrohung für Israel, schlug die EU einen gänzlich anderen Weg ein: Angeführt von Deutschland und Frankreich versucht sich die EU in einem sogenannten "Kulturellen Dialog" mit den Mullahs, einem Regime, welches immer wieder betont, dass es gewillt ist, Israel auszulöschen. Unter allen Umständen soll eine militärische Intervention verhindert werden. Die EU jedoch schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: einerseits präsentiert sie sich gegenüber dem Iran als verlässlicher Partner, indem sie sich deutlich von den USA abgrenzt, andererseits erscheint sie auch anderen auf blutiger Unterdrückung beruhenden Regimes als pazifistisch und damit für die Kontinuität der Herrschaftsführung garantiert ungefährlicher Staat.

Thomas Becker, freier Autor aus Bielefeld, erläutert, warum die Politik der EU so gefährlich ist und wie das Atomwaffenprogramm des Iran einzuschätzen ist. Becker schreibt u.a. für die Konkret und die Bahamas. Zudem betreibt er eine eigene Webseite (www.realization.info).