Demonstriert gegen die gefährlichsten Politiker unserer Zeit!
Eine Veranstaltung zur Rettung der Israelsolidarität
Vorträge und Diskussion mit Tjark Kunstreich, Thomas Becker und Justus Wertmüller
Samstag, 27. Januar 2007, 19 Uhr, Max & Moritz, Oranienstr. 162, Berlin
Anläßlich einer in die Kritik geratenen Anti-Ahmadinejad-Demonstration am 28. Januar 2007 in Berlin. Bitte lesen Sie hierzu die Veranstaltungsankündigung auf der Website der Zeitschrift Bahamas.
Eine Veranstaltung der Redaktion Bahamas
|
|
Die Manuskripte der Vorträge von Tjark Kunstreich und Justus Wertmüller liegen leider (noch) nicht vor. Es folgt der Vortrag von Thomas Becker:
Das iranische Vernichtungsprogramm
Raul Hilberg hat in seiner Darstellung der Vernichtung der europäischen Juden die Struktur des Vernichtungsprozesses analysiert und festgestellt, daß dieser, seiner inneren Gesetzmäßigkeit zufolge, in 4 aufeinanderfolgenden Schritten ablaufen mußte:
1. Definition
(des Opfers; Wer und was ist ein Jude? Rassegesetze)
2. Enteignung
(Arisierung)
3. Konzentration
(Ghettos, Konzentrationslager)
4. Ausrottung
(Erschießungen in der Sowjetunion, Vergasung)
Iran hat nicht die Not, und daher nicht die Absicht, auf seinem Territorium oder in einem okkupierten Nachbarstaat Ghettos und Konzentrationslager zu errichten. Es ist nicht notwendig, die Juden des Mittleren Ostens zunächst durch das Gesetz zu definieren, um sie von den Muslimen unterscheiden zu können. Die Juden brauchen nicht erst gejagt, zusammengetrieben und dann mit Zügen in die Vernichtungslager verschleppen zu werden, um sie schließlich zu vernichten.
Es wäre nicht nur zweifelhaft, ob das Regime der Mullahs, Ayatollahs und Revolutionswächter, samt seiner Gefolgschaft, überhaupt zu jenem nationalen, volksgemeinschaftlichen Kraftakt in der Lage wäre, wie ihn Deutschland und die Deutschen vor 2 Generationen vorgeführt haben; sie wären es sicher kaum ohne die Unterstützung der deutschen Bürokratie, deren Beitrag zum reibungslosen Ablauf der Vernichtungsmaschinerie des Holocaust so unersetzlich und einzigartig gewesen ist, daß man bis heute keinem anderen Staat und Volk eine solche Mordsleistung zutrauen würde. Es gilt nach wie vor: Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.
Aber das iranische Vernichtungsprogramm kommt auch ganz ohne jenen Aufwand zurecht. Es ist keine Wiederholung des industriell organisierten Massenmords geplant, dessen Durchführung sogar die Deutschen, und ihre europäischen Hilfsvölker, 12 Jahre lang in Anspruch genommen hatte. Denn die antisemitischen Massenmörder der Gegenwart finden das jüdische Volk ja bereits an einem Ort konzentriert vor. Und heute gibt es Waffen mit einer Zerstörungskraft, über die die Nazis noch nicht verfügen konnten. Man braucht heute nur noch ein paar Atomraketen auf Israel abzufeuern, 3-4 in das Ballungszentrum um Tel Aviv sollten genügen, um einigen Millionen Juden mit einem Schlag den Garaus zu machen, und ihren Staat vielleicht für immer auszulöschen.
Atomwaffenprogramm:
Der Kern des iranischen Vernichtungsprogramms ist deshalb das iranische Atomwaffenprogramm. Dessen Fertigstellung wird keine 12 Jahre mehr in Anspruch nehmen.
Regelmäßigen Lesern der Zeitschrift Bahamas sind diese Tatsachen seit langem bekannt. Die Zeitschrift Bahamas hat ziemlich genau vor 3 Jahren, soweit mir bekannt zu diesem Zeitpunkt als einzige Publikation im deutschsprachigen Raum, das iranische Atomwaffenprogramm in aller Ausführlichkeit dargestellt und als gegen Israel gerichtetes Vernichtungsprogramm beurteilt. Mit vollkommener Sicherheit aber war die Bahamas zu diesem Zeitpunkt die einzige Zeitschrift, vielleicht sogar weltweit, die in diesem Zusammenhang das damals begonnene europäische Appeasement gegenüber Iran und der atomaren Bedrohung Israels analysiert und angeprangert, und vorausgesagt hat, daß dieses Problem wahrscheinlich nur durch einen Krieg gegen die iranischen Revolutionswächter zu lösen sei. Das war gut anderthalb Jahre vor der Wahl Mahmoud Ahmadinejads zum Präsidenten Irans im Sommer 2005. Mit dieser Sicht der Dinge stehen wir wohl auch heute noch, jedenfalls in diesem Land und auf diesem Kontinent, ziemlich alleine da.
Wir sagten damals, mit Berufung auf für jedermann öffentlich zugängliche internationale Quellen, daß das iranische Atomwaffenprogramm wahrscheinlich 3-5 Jahre vor seiner Fertigstellung sich befinde.
Wir haben seither immer wieder mit Nachdruck auf die von Iran ausgehende Gefahr hingewiesen. Regelmäßigen Bahamas-Lesern werde ich deshalb heute nicht viel Neues sagen können, zumal ich mich in der kurzen, mir hier zur Verfügung stehenden Zeit nur auf die allerwesentlichsten Tatsachen konzentrieren kann.
Das iranische Atomwaffenprogramm besteht aus 2 Bestandteilen, dem Atom- und dem Raketenprogramm.
Atomprogramm:
Israel hat 1981 den irakischen Atomreaktor Osirak durch einen Luftangriff zerstört. Das iranische Regime hat daraus die Konsequenz gezogen, sein Atomprogramm auf eine kaum zu übersehende Zahl verschiedener größerer und kleinerer Anlagen, in Universitäten oder Privatunternehmen versteckten Labors, Forschungseinrichtungen usw. im ganzen Land zu verteilen, um einen Angriff gegen sie zu erschweren.
Aber die Technik läßt sich doch nicht ganz so leicht überlisten, sondern erfordert auch einige größere Anlagen, die man nicht so ohne weiteres verbergen kann. Und wie der Zufall es will, sind das gerade die entscheidenden Anlagen. Auf diese werde ich mich, und auf diese wird sich auch ein bevorstehender israelischer, oder wahrscheinlicher noch ein amerikanischer Angriff konzentrieren.
Um eine Atombombe bauen zu können, braucht man entweder hochangereichertes Uran (mit einem Anteil des Isotops U-235 von 90%), oder Plutonium. Beide Materialien findet man nicht als Naturprodukt vor. Iran verfolgt beide Wege, den zu einer Uran- und den zu einer Plutonium-Bombe.
Um an das hochangereicherte Uran zu gelangen, muß man, grob gesagt, 3 Schritte vollziehen:
1. Das Naturprodukt Uranerz bergen;
2. das Uranerz in einer Anlage in ein Gas, Uranhexafluorid (UF6) konvertieren;
3. das UF6 in einer Anlage von Gaszentrifugen anreichern (Urananreicherungsanlage).
Iran verfügt über eigene Uranerzvorkommen. Die Technik für die Schritte 2. und 3. ist nicht simpel, aber Iran hat sie mit seinem seit 1985 betriebenen geheimen Atomprogramm, das erst im August 2002 entdeckt wurde, mittlerweile alle gemeistert.
Die Anlagen, durch die die Schritte 2. und 3. vollzogen werden, sind die
Urankonversionsanlage bei Isfahan
und die
Urananreicherungsanlage bei Natanz.
Fertiggestellt wurden beide Anlagen während der Atomverhandlungen zwischen der EU und Iran, die im Oktober 2003 vom damaligen deutschen Außenminister Fischer initiiert und im August 2005 von dem kurz zuvor zum Präsidenten gewählten Ahmadinejad aufgekündigt wurden.
Im August 2005 ging zuerst die Urankonversionsanlage Isfahan in den Probebetrieb und produzierte die ersten 7 Tonnen UF6. Bei geeigneter Qualität des Gases und nach erfolgreicher Anreicherung in Natanz ergäbe diese Menge ungefähr den Stoff für eine Uranbombe.
Die Anlage in Natanz ging im April 2006 mit zunächst 164 Zentrifugen in den Probebetrieb und produzierte, nach Angaben Irans, zu 5% U-235 angereichertes Uran. Das ist ein Grad der Anreicherung, wie er für den Betrieb von „normalen“ Atomreaktoren genügt. Für einen höheren Grad der Anreicherung braucht man allerdings keine neue Technik. Man muß den Output eines Zentrifugen-Durchlaufs nur noch mal als Input in die Zentrifugen einführen, um einen jeweils höheren Anreicherungsgrad zu erzielen. Sinnvollerweise verwendet man dafür mehr Zentrifugen, um den ganzen Prozeß zu beschleunigen. Iran plant, die Anlage in Natanz mit 50000 Zentrifugen auszustatten und kann die Zentrifugen mittlerweile in Massenproduktion herstellen.
Bis heute wurden in der Konversionsanlage Isfahan etwa 250 Tonnen UF6 produziert, je nach Qualität ausreichend für ungefähr 50 Atombomben. Iran ist gerade dabei, jetzt 3000 Zentrifugen in der Anreicherungsanlage Natanz in Betrieb zu nehmen, genug um waffenfähiges Uran für 2 Bomben pro Jahr herzustellen.
Zur Plutoniumproduktion baut Iran gegenwärtig an einem Forschungsreaktor, einem Schwerwasser-Reaktor bei Arak. Diese Technik befindet sich noch nicht, wahrscheinlich noch längere Zeit nicht im Produktionsstadium.
Raketenprogramm:
Iran betreibt seit längerem ein äußerst umfangreiches Raketenprogramm. Einige seiner Kurzstreckenraketen, v.a. die 30000 Katjushas, die seit dem Rückzug Israels aus Südlibanon im Sommer 2000 an die Hizbullah verschenkt wurden, sind jedermann spätestens seit dem Libanon-Krieg vom vergangenen August ein Begriff. Auch modernere iranische Raketen, die Zazal-1 und Fajir-5, kamen in diesem Krieg zum Einsatz. Die zielgesteuerte Zazal-1 kam in die Schlagzeilen, als sie ein israelisches Schiff vor der libanesischen Küste traf und schwer beschädigte; sie wurde damals höchstwahrscheinlich nicht von der Hizbullah, sondern direkt von den iranischen Revolutionswächtern abgefeuert. Die Revolutionswächter testen und demonstrieren diese Raketen gerade bei einem umfangreichen Manöver in Iran, das vom vergangenen Mittwoch bis zum morgigen Sonntag stattfindet.
Die für Israel bedrohlichere Waffe ist allerdings die iranische Mittelstreckenrakete, die unter der Bezeichnung Shahab-3 bekannt ist, über die die Revolutionswächter seit Sommer 2003 verfügen. Sie wurde erstmalig bei einer Militärparade Ende September 2003 vorgeführt und trug dort stolz Aufschriften wie „Wir werden Israel von der Landkarte radieren“ und „Wir werden Amerika unter unseren Füßen zertreten“.
Die Shahab-3 hatte ursprünglich eine Reichweite von 1300 Kilometern, wodurch sie von Iran aus Israel erreicht. Sie wurde seither weiterentwickelt und soll jetzt eine Reichweite von an die 2000 km haben. Die Shahab-3 ist die Rakete, die, wenn es soweit ist, mit einem atomaren Sprengkopf ausgestattet werden soll.
Wieviele Shahab-3 Iran z.Zt. besitzt, ist nicht genau bekannt, jedenfalls mir nicht, aber auch diese Rakete kann mittlerweile in Massenproduktion hergestellt werden.
Nordkorea:
Die Shahab-3 beruht ursprünglich auf dem Design einer nordkoreanischen Rakete, der Nodong. Zwischen Nordkorea und Iran besteht eine umfangreiche Kooperation bei der Raketenentwicklung. Nordkorea soll Iran auch bei der Entwicklung einer Interkontinentalrakete mit einer Reichweite von 4000-5000 km unterstützen. Das wäre die Waffe, die dann auch Europa erreichen könnte. Das Projekt steht aber noch länger nicht vor seinem Abschluß, und daß Iran einen atomaren Angriff auf Europa im Schilde führte, darüber habe ich bis heute keine seriöse Information auftreiben können.
Von erheblich größer Brisanz und Dringlichkeit wäre es, wenn sich ein Bericht des Daily Telegraph von dieser Woche bestätigen würde, wonach Nordkorea Iran auch dabei helfen will, einen Atombombentest durchzuführen, möglicherweise schon Ende dieses Jahres. Demnach hat Nordkorea ein Team iranischer Wissenschaftler dazu eingeladen, die Ergebnisse seines unterirdischen Atombombentests vom vergangenen Oktober zu studieren. Das iranische Team soll schon während dieses Tests in Nordkorea gewesen sein. Iranische Wissenschaftler hielten sich regelmäßig zu Raketentests in Nordkorea auf. Laut dem Bericht des Daily Telegraph glauben Beamte aus dem Verteidigungsbereich, die die zunehmende Kooperation Nordkoreas und Irans beobachten, daß die Iraner schon innerhalb der nächsten 12 Monate in der Lage sein werden, eine kleinere Bombe – mit weniger als einer halben Kilotonne Sprengkraft, zu zünden. Zum Vergleich: Die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von 10, die Nagasaki-Bombe von 20 Kilotonnen Sprengkraft. Das ist aber wenig beruhigend, denn hier geht es zunächst nur um einen Test; wer aber eine kleine Atombombe bauen kann, kann auch eine große bauen, sofern er über genug waffentaugliches Uran oder Plutonium verfügt.
Condoleezza Rice spielte den Bericht tags darauf herunter; sie habe bisher keine Informationen darüber. Auch nicht wirklich beruhigend.
Zeitpunkt:
Wie weit Iran wirklich davon entfernt ist, Atomwaffen herzustellen, weiß keiner so genau. Aber Behauptungen, wonach bis dahin noch mindestens 5-10 Jahre verstreichen würden, beißen sich doch zu sehr mit der Faktenlage. Das Zeit verstreichen lassen ist ja eine Spezialität des Appeasement der Europäer und der Vereinten Nationen, nach deren Ansicht man immer genau so lange Zeit hat, bis es zu spät ist. Die Kunst des Zeitlassens haben die Europäer ja bereits während der bereits erwähnten Verhandlungen seit Oktober 2003 demonstriert.
Keiner hat den Sinn dieser Verhandlungen bisher präziser zusammengefaßt als der damalige Leiter des iranischen Verhandlungsteams, Hosein Musavian, der am 4. August 2005, kurz nachdem er von dem sogenannten Hardliner und gegenwärtigen Verhandlungsführer Ali Larijani abgelöst und kritisiert wurde, im iranischen Fernsehen erklärte: „Die Verhandlungen mit Europa verschafften uns die nötige Zeit, die Urankonversionsanlage Isfahan fertigzustellen und an der Urananreicherungsanlage Natanz weiterzuarbeiten.“
Die Tatsachen bestätigen diese Einschätzung 100%.
Revolutionswächter:
Eine in diesem Zusammenhang wesentliche, aber nicht nur in den deutschen Medien unbeachtete Tatsache ist es, welche Rolle die iranischen Revolutionswächer, die Pasdaran beim iranischen Atomwaffenprogramm spielen.
Die Pasdaran wurden durch ein Dekret Ayatollah Khomeinis am 5. Mai 1979 ins Leben gerufen.
Laut Verfassung haben die regulären Streitkräfte Irans die Funktion, das Staatsterritorium zu schützen, während die PAASDARAN die Aufgabe haben, die Revolution selbst, d.h. den islamischen Charakter (Sharia) des Staates zu sichern und zu stärken.
Sie haben die Aufgabe, jeden Ansatz von Konterrevolution innerhalb oder außerhalb des Staatsapparates zu zerschlagen, und ebenso, die Revolution zu exportieren.
Sowohl das Atomprogramm als auch das Raketenprogramm, d.h. das komplette Atomwaffenprogramm Irans läuft unter der Regie der PAASDARAN. Das ist auch der Grund, warum der Oberbefehlshaber der PAASDARAN, Maj Gen Yahya Rahim Safavi, neben anderen PASDARAN-Kommandeuren, einer der 12 Personen ist, die in der Resolution 1737 des UN-Sicherheitsrats vom 23. Dezember 2006 als im Zusammenhang mit dem iranischen Atom- ODER Raketenprogramm Verdächtigen genannt werden. Er ist aber die einzige Person, die unter der Rubrik der mit dem Atom- UND Raketenprogramm Verwickelten auftaucht.
Die PAASDARAN verfügen wie die regulären Streitkräfte über Boden-, See- und Luftstreitkräfte.
Der Aufbau der See- und Luftstreitkräfte begann Mitte der 1980er. Zu der Zeit befanden sich rund 200 dieser künftigen Piloten zur Ausbildung in Ostdeutschland.
Über die Mannschaftsstärke der PASDARAN gibt es recht unterschiedliche Angaben; ich schütze sie grob auf 500000 Soldaten.
Der erste Kommandeur der PAASDARAN war Abbas Zamani (Abu Sharif), der schon 1970 Kontakte mit der PLO in Beirut aufnahm und bei der Gründung der Hizbullah beteiligt war. Zunächst unterstützte die PLO die Ausbildung der PAASDARAN in Terrortechniken. Yasir Arafat war 1980 einer der ersten Weltpolitiker, der nach der 1979er Revolution Teheran besuchte. Bei diesem Besuch eröffnete er eine diplomatische Mission der PLO in Teheran, im vormaligen Gebäude der israelischen Botschaft.
Die PAASDARAN halfen Anfang der 1980er Jahre beim Aufbau und Training der libanesischen Hizbullah, die 1983 mit den bis dahin verlustreichsten Terroranschlägen gegen amerikanische Truppen in Beirut das Selbstmordattentat als die Kampfform der Wahl im modernen Terrorkrieg etablierte.
Ayatollah Ali Khamenei, der „Führer“, und Ayatollah Hashemi-Rafsanjani, der frühere iranische Präsident, der heute von den Europäern als „Reformer“ gehandelt wird, gehören zu den bekanntesten ehemaligen PASDARAN-Kommandeuren.
Die PAASDARAN sind heute die mächtigste Organisation in Iran. Ihre militärische Macht übertrumpft die der regulären Streitkräfte bei weitem. Sie haben einen eigenen Geheimdienst. Sie verfügen über einen Großteil der Ökonomie, kontrollieren z.B. große Teile der Ölindustrie, des Straßenbaus und alle Seehäfen Irans.
Majmoud Ahmadinejad war, bevor er Bürgermeister Teherans wurde, ein Kommandeur der PAASDARAN. Er lernte dort sein Handwerkszeug schon während des Iran-Irak-Kriegs in den 1980er Jahren. Bei der Präsidentschaftswahl im Juni 2005 wurde er massiv von den Basij-Milizen, einer von den PASDARAN aufgebauten und kontrollierten Massenbewegung, unterstützt.
Im iranischen Parlament sitzen heute, nicht zuletzt wegen der Säuberungsmaßnahmen, die Ahmadinejad unmittelbar nach seinem Amtsantritt in die Wege geleitet hat, rund 80 ehemalige PAASDARAN-Mitglieder, während andere die reguläre Armee und die nationale Polizei kommandieren. Wieder andere besetzen die Posten von Orts- und Provinz-Bürgermeistern usw.
Die Basij-Milizen haben, nach Angaben Maj Gen Yahya Rahim Safavis, dem schon erwähnten, in der UNSC-Resolution 1737 aufgeführten Oberbefehlshaber der PAASDARAN, 10 Millionen Mitglieder, können aber ohne Probleme noch 10 Millionen mehr mobilisieren. Aus ihren Reihen stammen auch die Todesschwadronen männlicher und weiblicher Selbstmordattentäter, die in den letzten Jahren verstärkt mobilisiert werden.
Die RPASDARAN (und ihre Basij-Milizen) sind die ideologisch wie militärisch gefestigtste Macht in Iran.
Was tun?
Mit diesem Gegner hat man zu rechnen, wenn man das iranische Atomwaffenprogramm beenden will. Abverhandeln lassen diese Revolutionäre sich nichts. Was ist gegen diesen Gegner zu tun?
Der Flugzeugträger USS John C. Stennis ist seit Mitte Januar 2007 auf dem Weg in den Persischen Golf, um sich dem dort bereits aktiven USS Dwight D. Eisenhower (der z.Zt. vor der Küste Somalias operiert) im Rahmen der U.S. Navy's Fifth Fleet anzuschließen. Er wird gegen Ende Februar im Mittleren Osten ankommen.
Das erste Mal seit dem Angriff auf Iraq 2003 befinden sich damit 2 Flugzeugträger in der Region. Das muß noch nichts heißen, sofern der seit Oktober 2006 zur Unterstützung der Kriege in Irak und Afghanistan hier operierende USS Dwight D. Eisenhower im April routinemäßig wieder in seinen Heimathafen zurückkehrt. Die USA sind, seit 2003, theoretisch in der Lage, bis zu 6 ihrer insgesamt 12 Flugzeugträger der Ninitz-Klasse gleichzeitig in der Region zu stationieren. Sollte sowas in nächster Zeit stattfinden, müßten in Teheran tatsächlich die Alarmglocken klingeln, und wir dürften eine Berechtigung für die Hoffnung haben, daß Amerika sein Versprechen, Israel niemals im Stich zu lassen, noch rechtzeitig in die Tat umsetzt. Die Zeit dafür läuft langsam ab.
Notizen (nicht mehr Teil des Vortrags):
"After departing Tuesday from its homeport of Bremerton, Wash., the Stennis will stop in San Diego to pick up an air wing of more than 80 planes, including F/A-18 Hornet and Superhornet fighter-bombers, the Navy said.
The Stennis could also shore up air cover for U.S. and NATO ground troops in Afghanistan, now relying on about 20 ground-based warplanes after the Eisenhower was sent to the Somali coast.
Britain sent two Royal Navy mine sweepers to the Gulf last month. The Pentagon said it is also sending an additional Patriot anti-missile battalion to a U.S. allied Gulf Arab country, as well as 21,500 more U.S. troops to Iraq."
"The Stennis and its 3,200 sailors lead a strike group consisting of the guided-missile cruiser USS Antietam, three Navy destroyers - the USS O'Kane, Preble and Paul Hamilton - the submarine USS Key West, the guided-missile frigate USS Rentz, as well as the supply ship USNS Bridge, the Navy said."
"The United States maintains nearly 40,000 troops in Gulf countries other than Iraq, including about 25,000 in Kuwait, 6,500 in Qatar, 3,000 in Bahrain, 1,300 in the United Arab Emirates and a few hundred in Oman and Saudi Arabia, according to figures from the Dubai-based Gulf Research Center."
Ap, 16. Januar 2007, http://seattlepi.nwsource.com/national/1107AP_Mideast_US_Warships.html?source=rss
"The U.S. also is deploying Patriot missiles and nuclear submarines to the Persian Gulf and F-16 fighter planes to the Incirlik base in neighboring Turkey."
Iran tests missiles in show of strength, AP, 23. Januar 2007, http://seattletimes.nwsource.com/html/nationworld/2003536821_iran23.html
In dem selben Artikel über Manöver in Iran vom 23. bis 27. Januar 2007:
"The Zalzal-1, able to carry a 1,200-pound payload, has a range of 200 miles. That would put Iraq, U.S. bases in the Gulf and eastern Saudi Arabia in its range. The Fajr-5, with a 1,800-pound payload, has a range of 35 miles."
Rußland:
Rußland lieferte ende Dezember 2006 Tor-M1 Luftabwehrraketen auf 29 mobilen Abschußrampen für 825 Millionen Dollar an Iran. Ein entsprechender Vertrag wurde im Dezember 2005 unterzeichnet. Die Raketen werden um die zentralen Atomanlagen, Isfahan und Natanz, herum stationiert, um sie vor amerikanischen oder israelischen Luftangriffen zu schützen.
Kriegsgegner:
ElBaradei, head of the U.N.'s nuclear watchdog, has been engaged in meetings here at the gathering of world political and business leaders. He said diplomacy is the only way forward, and talk of military action can only backfire.
"This strengthens the hands of those in Iran who say 'let's develop a bomb to protect ourselves," he said.
..."I hope they would be good enough in managing the situation. We deeply need patience and understanding and not to get too emotional," Khatami said.
http://news.yahoo.com/s/nm/20070125/wl_nm/davos_iran_dc_4
Irak:
"Iran's intentions in Iraq were explored in a paper released this month by a former Army translator and current analyst for the Fort Leavenworth, Kan.-based Foreign Military Studies Office, a U.S. Army branch that works largely with open source material for analysis of foreign militaries. In the paper, "Iran's Contribution to the Civil War in Iraq," Mounir Elkhamri says Iran's Quds Force has worked to create a rump Shiite state in southern Iraq since shortly after the attacks of September 11, 2001, and that the Shiite militias killing Sunni civilians in Iraq are working at the behest of Iranian intelligence and Revolutionary Guard."
"While the Iranians were helpful in the invasion period, Mr. Elkhamri writes, by as early as 2004 the Iranian Quds Force and Ministry of Intelligence and Security began establishing influence to advance Tehran's interests. On March 11, 2004, Quds Force, the arm of the Iranian Revolutionary Guard in charge of terrorism against America and Israel, opened the "Office to Help Poor Iraqi Shia."
By offering an upfront gift of $2,000 and a monthly stipend of $1,000, the office was able to recruit 70,000 young Shiite men in 2004 to join one of the numerous militias allied with Iran, Mr. Elkhamri writes."
"These militias - the Mahdi Army, the Badr Brigade, and others - are carrying out attacks under the authority of and in the uniforms of the Iraqi Ministry of the Interior and the Ministry of Defense.""
Debate Erupts Among Spy Services Over Iran's Role in Battle of Iraq, The New York Sun, 26. Januar 2007, http://www.nysun.com/article/47446
Politik:
CDU, die Partei der Kanzlerin der mutigen Worte und folgenlosen Taten; SPD, die Steinmaier-Partei, die mit jedem Islamisten ins Bett geht (üble Metapher).
Forderungskatalog, z.B.
- die CDU soll alle innerparteilichen und politischen Maßnahmen ergreifen, die in ihrer Macht liegen und erfolderlich sind, um die Kanzlerin und den Verteidigungsminister dazu zu bringen, öffentlich zu erklären, daß für den Fall, daß die Vereinigten Staaten von Amerika oder Israel dazu gezwungen sein sollten, gegen Iran Krieg zu führen, um einen atomaren Holocaust zu verhindern, daß in dem Fall Deutschland an der Seite Amerikas und Israels kämpfen wird, und zwar richtig, nicht so wie in Afghanistan.
- Steinmaier, der Verräter, muß endlich abtreten. Das Außenministerium muß in die Hände der CDU. Die SPD kann dafür ja das Familienministerium kriegen.
- das Kabinett und der Bundestag sollen schnellstmöglich Beschlüsse zur Umsetzung obiger Beistandserklärungen fassen, die Bundeswehr muß Vorbereitungen für den Fall eines Krieges gegen Iran treffen.
- im Zusammenhang damit und unabhängig davon muß sofort die moralische und politische Erziehung der Soldaten zu Appeasement ersetzt werden durch eine pro-zionistische Aufklärung und eindeutiger Parteinahme für Israel und den Westen. Diese Parteilichkeit muß gründlich geprüft und unerschütterlich sein, bevor ein deutscher Soldat an die Front geschickt werden kann. Eine Gewissensprüfung - man darf den Deutschen nicht trauen.
1 UNSC, Resolution 1737, 23. Dezember 2006, http://daccessdds.un.org/doc/UNDOC/GEN/N06/681/42/PDF/N0668142.pdf?OpenElement
2 Pasdaran, http://www.globalsecurity.org/military/world/iran/pasdaran.htm
3 Pasdaran, http://www.globalsecurity.org/military/world/iran/pasdaran.htm