Europas Appeasement ist gescheitert
Was passoert jetzt
Vortrag und Diskussion mit Thomas Becker
Donnerstag, 9. März 2006, 18:30 Uhr im Hörsaal E des Philo-Turms der Uni Hamburg
Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Hochschulgruppe mit Unterstützung der Antideutschen Gruppe Hamburg und Negative Assoziation
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Da der Vortrag ohne Manuskript gehalten wurde, gibt es hier nur die Veranstaltungsankündigung.
Sie können sich auch einige Notizen ansehen, die zur Vorbereitung des Vortrags gemacht wurden, die jedoch nichts mit dem Wortlaut des Vortrags gemein haben:
Veranstaltungsankündigung
Nicht nur der iranische Präsident will Israel „von der Landkarte radieren“. Seit über 100 Jahren begeistert der antisemitische Vernichtungswahn Menschenmassen auf der ganzen Welt. Zur akuten tödlichen Bedrohung wurde er aber erst in dem Moment, als er über die Köpfe der einzelnen Antisemiten hinaus zur beherrschenden Ideologie eines Kollektivs wurde, das über die Macht verfügte, von der Absicht zur Tat zu schreiten. Die größte Gefahr geht von einem Antisemitismus aus, der Staatsraison geworden ist. Das war 1933 in Deutschland geschehen und erneut 1979 im Iran. Bis dahin galt die PLO als Speerspitze des Vernichtungskriegs gegen Israel, das nach der Vernichtung der europäischen Juden zum zentralen Haßobjekt der antisemitischen Internationale geworden war. Nach der „islamischen Revolution“ übernahm der Iran die Führung in diesem Krieg.
Mit der Gründung der libanesischen Hizbullah durch iranische Revolutionswächter Anfang der 1980er Jahre unterstrich die „Islamische Republik Iran“ ihre qua Verfassung festgeschriebene Absicht, die „islamische Revolution“ und das „Gesetz Gottes“, die Sharia, in alle Welt zu exportieren.
Konkurrenz erwuchs dem zunehmend vom Iran gesteuerten palästinensischen Terrorkrieg gegen Israel in den letzten Jahren durch Al Qaida, dem aus dem afghanischen Jihad gegen die Sowjetunion hervorgegangenen Netzwerk von Gotteskriegern. Al Qaidas Krieg gegen Juden und Amerikaner drohte seit dem 11. September 2001 den iranischen Jihad in den Schatten zu stellen.
Das iranische Regime trachtet jetzt danach, seine Führungsposition mit Atomwaffen zurückzuerobern. Schon jetzt, noch ehe Irans Atomraketen fertiggebaut und einsatzbereit sind, ist es dem iranischen Präsidenten mit Holocaust-Leugnung und Vernichtungsdrohungen gegen Israel gelungen, Osama bin Ladens Popularität zu überbieten.
Würde Iran damit durchkommen, würde das iranische Atomwaffenprogramm nicht aufgehalten, wäre der Krieg gegen den Terror so gut wie verloren. Keine amerikanische Regierung, gleich ob unter demokratischer oder republikanischer Führung, kann dies zulassen. Wenn doch, müßte stattdessen die israelische handeln. Denn die iranischen Atomraketen hätten keinen anderen Zweck als den, Israel damit anzugreifen und zu vernichten.
Ein atomarer Angriff würde Israel vollkommen zerstören und alle Aussicht auf einen Staat der Juden für immer auslöschen, während er dem iranischen Präsidenten und seinen Chargen ewigen Ruhm verspräche. Kein Zweifel, daß das die Absicht der iranischen Islamisten ist. Kein Zweifel, daß dies mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden muß.